Und eines Morgens ist alles weg

Ein kleines “Was wäre wenn” Spiel zum Blogkasten Thema:

Was ich noch zu sagen hätte, bevor hier alles den Bach runter geht!

Vor ein paar Wochen habe ich endlich meinen neuen Internet Anschluss bekommen. 50 Mbit machen mein digitales Leben erheblich einfacher. Ich kann mich noch gut an die Modemzeiten erinnern, wo das “Sie haben Post” von AOL bedeutete, dass man es ins Internet geschafft hatte. Heute kaum noch vorstellbar. 60 – 80 Prozent aller Kommunikation findet heute schon digital statt. (Also, in der technologisierten Welt). Und dann ist da auf einmal nur noch Stille…

Facebook, Google und Apple. Die digitale Revolution.

Doch wo bliebe diese, wenn mal der Strom ausfällt? In Zeiten von Energiekrise, Ressourcenknappheit und weltweitem Kriesenherden ist es doch ein Wunder, dass wir vor lauter Zukunfts- und Existenzangst noch keinen Bunker im Keller ausgehoben haben und uns mit allem eindecken, was man für eine postapokalyptische Welt braucht.

Statt dessen geben wir Unsummen für virtuelle Dienste aus.
Apps für alle Lebenslagen, Musik im Stream und Video on Demand, verdrängen die CD und die DVD immer mehr aus unserer Welt. Wir haben auf Facebook, Twitter und Co. ein zweites Leben aufgebaut, mit allem was dazu gehört. Virtuelle Freunde posten zu unseren virtuellen Aktivitäten, was wir dann wieder virtuell “liken” – “verlinken” – “Faven”.

Was wäre wenn du Morgen aufwachst und dein digitales Leben ist weg?

In meinem hypothetischen Szenario ist dein ganzes digitales Leben über Nacht verschwunden. Jeder Account auf allen Plattformen, die du je genutzt hast sind gelöscht. Alles was du getwittert hast, deine Facebook Chronik, deine online Freunde, dein Blog, deine Mailadressen. Nichts ist mehr da. Die unzähligen Photos, die du online bei Flickr, Picasa und co. gespeichert hast. Deine Dropbox, die iCloud, sämtliche online gespeicherten Daten, Bookmarks, Listen und weiß der Henker was noch sind unwiederbringlich aus dem Netz getilgt.
All die virtuellen Güter, die du mühsam zusammengetragen und mit echter Währung bezahlt hast, die Freunde, die man im wirklichen Leben nie kennengelernt hat. Nichts ist mehr vorhanden.
Auch auf deinem Computer, dem Tablet und deinem Handy ist gähnende Leere.
“OMG – EMS!” ;-)

Was machst du?

Panik! Verzweiflung! Angst! Paranoia!

Das sind nur ein paar der Gefühle die in einem hoch kommen, wenn sowas passiert.

Wie?
Warum?
Weshalb?
Wer?

Alles Fragen, die man gerne beantwortet haben möchte. Aber wer soll sie einem beantworten? Wie soll man jemanden anrufen, wenn man nicht weiß, wer für sowas zuständig ist? Warum ist das passiert? Weshalb trifft es gerade mich? Wer hat mir das angetan?

Wie würdet ihr euch fühlen? Was würdet ihr tun?

Wenn ich an die Anfänge meiner digitalen Existenz zurück denke, dann ist das schon eine ganze Menge, was zusammen kommen würde. Seit ich das erste Mal online war, sind mehr als 20 Jahre vergangen. Seit dieser Zeit habe ich meine Fußspur im Netz hinterlassen. Nicht alles blieb mir erhalten.
Ich habe schon mehrere Male einen “digitalen Blackout” erlebt. Mal ist der PC abgefackelt, oder eine Festplatte hat sich verabschiedet. Einige Webseiten sind gekommen und gegangen. Dutzende Male habe ich einen Blog komplett gelöscht, nur um einige Zeit später von neuem zu beginnen. Gigabyte an Daten sind in dieser Zeit durch die Leitungen geflossen und Vieles ging mit den Jahren verloren.
Aber ich lebe noch und irgendwie wird das auch beim nächsten Mal so sein, dass man eine Weile dem Verlorenen nachtrauert und dann von vorne beginnt.

Eines ist aber sicher:

Die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben, finden nicht virtuell statt. – Und das ist auch gut so!

Dieser Post ist inspiriert durch den Blogideekasten, der dieses mal “Was ich noch zu sagen hätte” als Stichwort hatte.

Motivation

Du solltest etwas in die Welt bringen, dass es vorher noch nicht gab. Egal ob es ein Tisch ist, ein Film oder ein Garten - jeder sollte etwas erschaffen. Du solltest etwas schaffen, dich zurücklehnen und sagen 'Das war ich'.

Redesign

Manchmal ist das Richtige doch nicht so richtig. Deswegen habe ich (mal wieder) mein Blog Template geändert. Jetzt ist alles übersichtlicher, ohne zuviel Schnick Schnack. Und schneller ist er auch noch.

So jetzt mal im Detail.

Weil ich ja so ein Bastler bin, habe ich mich diesmal für ein “vier in eins” Theme entschieden. Vier verschiedene Templates vereint in ein vollkommen frei konfigurierbares. Dabei ist alles so einfach wie möglich gehalten. 90% aller Einstellung lassen sich in der WordPress eigenen Theme – Anpassungsfunktion einstellen. Jede Menge Einstellungsmöglichkeiten, Icons, Farben, Google Fonts usw.! Darüber hinaus sind viele coole Plugins schon mit dabei. Ob ich die allerdings alle nutzen werde, weiss ich jetzt noch gar nicht. Soweit, so gut.

Und wie gefällt´s? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!

Die Wahrheiten des Lebens

Über die Wahrheiten des Lebens kann man meiner Meinung nur schreiben, wenn mann mindestens die Hälfte rum hat.

Na ja, es kommt natürlich darauf an wie alt man wird, was man aber nicht weiß und deshalb gilt 40 als eine inoffizielle Grenze. Mit vierzig hat man seine Kindheit überstanden, die Schule mehr oder weniger gemeistert und wenn man nicht dumm und faul ist, auch eine Lehre gemacht. Vielleicht hat man ja auch studiert oder war bei der Bundeswehr. Ich war vier Jahre beim Bund. Die beste Party aller Zeiten, wenn ihr mich fragt.
Hat man das überlebt, geht´s in die Berufswelt. In den Zwanzigern geht´s nur darum jede Party, jedes Konzert und jedes Höschen mitzunehmen. In den Dreißigern werden manche ruhiger und manche stürzen komplett ab. Die wenigsten fangen mit der Familienplanung an. Es sei denn man wird mit 15 Schwanger, dann kann man übrigens so einen Artikel auch früher schreiben.
Geht es auf die Vierzig zu, wird einem nach und nach die eigene Sterblichkeit bewusst und wenn es dann soweit ist, bekommt man einen Kuchen mit vierzig Kerzen und kluge Sprüche wie:

´Hey, jetzt fängt dein Leben doch erst an!´

Ja, in der Mitte hat man schon einiges erlebt und so kann oder darf man schonmal zurück blicken und sich fragen: Was sind die Wahrheiten meines Lebens…?

 

Dieser Post ist inspiriert durch den Blogideekasten, der dieses mal “Wahrheiten des Lebens” als Stichwort hatte.

Von Nasenschmeichlern und üblen Aromen

Oh zerfrettelter Grunzwanzling,
dein Harngedränge ist für mich,
wie Schnatterfleck auf Bienenstich.
Grupp, ich beschwöre dich mein punzig Turteldrom.
Und drängel reifig mich mit krinklen Bindelwördeln,
denn sonst werd ich dich rändern in deine Gobberwarzen.
Mit meinem Börgelkranze, wart’s nur ab!

So, oder so ähnliche Gedanken hatte ich als ich darüber nachdachte, was ich über Düfte schreiben könnte. Nun, das Gedicht ist von einem Vogonen aus „Per Anhalter durch die Galaxie“ und hat genauso viel Tiefgang wie ein Blatt auf dem See, dennoch passt es in diesem Fall.

Denn es sind diese speziellen Gerüche im täglichen Leben, im Bus, auf der Arbeit, beim Einkaufen oder auf der Straße, die mich immer wieder sauer aufstoßen lassen und wo ich dann an diese Aneinanderreihung von Wörtern denken muss. (Gedicht wäre echt zu hoch gegriffen!)

Da ist der Typ im Bus, der riecht als hätte er sich gestern eingepinkelt und beschlossen es statt zu duschen, einfach als Ersatz dafür zu nehmen.
Eine Frau an der Kasse, deren Parfüm man schon vor dem Laden riechen konnte.
Leute die an der Haltestelle rauchen und alles in meine Richtung blasen. (Bin militanter Nichtraucher!)
Oder wenn auf der Arbeit Essen bestellt wird und der ganze Raum, wo man sitzt und versucht sich zu konzentrieren nur so stinkt vor Knoblauch und Fett.

Bin ich jetzt böse, weil ich das sage?

Vielleicht! Aber warum dringen Gerüche auch immer in meine Privatsphäre ein. Aber glücklicherweise gibt es auch die schönen Düfte, die einem wieder positive Gedanken bringen.

Wenn morgens die Kaffeemaschine wohligen Kaffeeduft in der Wohnung verbreitet.
Kurz nachdem es geregnet hat, die Luft ganz klar und noch etwas feucht ist.
Frisch gemähtes Gras.
Wenn man im Winter nachts das Fenster weit öffnet und riechen kann, dass bald der erste Schnee fällt.
Oder wenn man sich in ein neues Auto setzt und diesen Neuwagengeruch in der Nase hat.
Und dann gibt es noch das Kochen. Frisches Gemüse, Kräuter und Obst. Selbstgemachte Linsensuppe. Steaks auf dem Grill. Aromatische Soßen und Dressings. Hunderte und aberhunderte duftender Kombinationen.

Das Leben ist voll von Düften und Gerüchen. Mal betören sie die Sinne und manchmal möchte man sich die Nase mit Sekundenkleber zukleistern.

Aber was wäre das Leben ohne all das…? Ziemlich langweilig, oder?

Dieser Post ist inspiriert durch den Blogideekasten, der dieses mal “Düfte” als Stichwort hatte.